Eine Schnarchschiene soll bei geeigneten Personen durch Veränderung der Unterkieferposition im Schlaf die Offenhaltung der Atemwege unterstützen. Vor der Planung muss die Schnarchursache untersucht werden. Schnarchen kann ein reines Geräuschphänomen sein oder auf eine obstruktive Schlafapnoe hinweisen.
Atempausen im Schlaf, Erwachen mit Erstickungsgefühl oder starke Tagesmüdigkeit erfordern eine ärztliche Schlafuntersuchung. Schlafapnoe wird vom zuständigen Arzt diagnostiziert; dieser bestimmt auch die Behandlung. Intraorale Apparaturen sind für ausgewählte Personen eine Möglichkeit, ersetzen jedoch nicht bei jeder Schlafapnoe andere Behandlungen.
Bei der Planung werden Zahn- und Zahnfleischgesundheit, vorhandener Zahnersatz und das Kiefergelenk untersucht. Die Passung der individuell gefertigten Schiene wird kontrolliert und bei Bedarf angepasst. Eine Verringerung des Schnarchgeräuschs allein kann zur Wirksamkeitsbeurteilung unzureichend sein; gegebenenfalls erfolgt eine Kontrolle durch Schlafdiagnostik.
Während des Tragens können veränderte Speichelmenge, Zahnempfindlichkeit, Kieferbeschwerden oder langfristige Bissveränderungen auftreten. Zahnärztliche Kontrollen und ärztliche Nachsorge werden deshalb gemeinsam durchgeführt. Ein vollständiges Ende des Schnarchens oder eine sichere Heilung der Schlafapnoe bei allen lässt sich nicht garantieren.