Behandlung · 11

Bruxismus (Zähnepressen und Zähneknirschen)

Bruxismus umfasst Zähnepressen, Zähneknirschen oder wiederholte Aktivität der Kaumuskulatur im Schlaf oder im Wachzustand.

Bruxismus ist Kaumuskelaktivität mit Zähnepressen oder Knirschen, die im Wachzustand oder im Schlaf auftreten kann. Betroffene bemerken dies möglicherweise nicht. Leichte Fälle müssen keine deutlichen Probleme verursachen; intensivere oder länger andauernde Aktivität kann Zahnabnutzung, Restaurationsschäden, Kieferermüdung oder Muskelschmerzen auslösen.

Die Beurteilung berücksichtigt Zeitpunkt der Beschwerden, Zahnbefunde, Medikamente und Schlafmerkmale. Stress, Gewohnheiten und andere Faktoren können beitragen; Bruxismus lässt sich nicht allein mit Stress erklären. Da Kieferschmerzen andere Ursachen haben können, dürfen nicht alle Beschwerden automatisch dem Pressen zugeschrieben werden.

Ziel ist, Zähne und Restaurationen zu schützen, Beschwerden zu beurteilen und beeinflussende Faktoren zu behandeln. In geeigneten Fällen kann eine individuell gefertigte Schiene eingesetzt werden. Das Erkennen von Pressen am Tag und Gewohnheitsänderungen können ebenfalls zum Plan gehören. Bei Bedarf erfolgen ärztliche Untersuchungen auf Schlaf- oder andere Gesundheitsprobleme.

Eine Schiene oder andere Maßnahme beseitigt die Ursache des Bruxismus nicht immer vollständig. Zahnabnutzung und Muskelbeschwerden müssen überwacht werden. Irreversible Eingriffe an den Zähnen werden nicht automatisch allein wegen Pressens geplant; jede Maßnahme wird gesondert auf ihre Notwendigkeit geprüft.

Botulinumtoxin

Botulinumtoxin ist ein Arzneimittel, das Muskelaktivität vorübergehend vermindern kann. Es wurde bei Zähnepressen und begleitenden Muskelbeschwerden untersucht. Es kann jedoch nicht als Methode beschrieben werden, die Bruxismus bei jedem vollständig beseitigt oder seine Ursache sicher heilt. Studien unterscheiden sich in Umfang und Ergebnissen; zu langfristigen Auswirkungen bestehen Unsicherheiten.

Vor einer möglichen Anwendung werden Diagnose, Beschwerdeursachen und schützende Maßnahmen beurteilt. Sie ersetzt nicht automatisch Aufbissschienen, Gewohnheitsänderungen oder die Behandlung begleitender Faktoren. Sie sollte nicht für jede Form von Kieferschmerzen oder Zähnepressen als geeignet gelten.

Unerwünschte Wirkungen können Muskelschwäche, Schwierigkeiten beim Kauen oder Veränderungen der Gesichtsmotorik sein. Die Entscheidung berücksichtigt Gesundheitszustand, Alternativen und Anwendungsbedingungen des Arzneimittels. Ein Internettext ersetzt weder eine individuelle Eignungsbeurteilung noch eine Empfehlung zur Arzneimittelanwendung.

Aufbissschiene

Eine Aufbissschiene ist eine in geeigneten Fällen individuell gefertigte Apparatur, die auf die Zähne gesetzt wird. Sie soll hauptsächlich dazu beitragen, Auswirkungen von Pressen und Knirschen auf Zähne und Restaurationen zu verringern. Art, Dicke und Kontaktgestaltung werden individuell bestimmt.

Nach der Abformung wird die Schiene gefertigt und im Mund kontrolliert. Passung, Kontakte zum Gegenkiefer und mögliche Beschwerden beim Tragen werden beurteilt. Ein zufällig ausgewähltes Produkt oder eine ungeprüfte Passung ersetzt keine individuelle Planung.

Eine Aufbissschiene stoppt Zähnepressen nicht zuverlässig in jedem Fall. Beschwerden, Schienenverschleiß und Biss werden kontrolliert. Reinigung und Trageweise werden erläutert. Bei veränderter Passung, zunehmenden Schmerzen oder anderem Kaugefühl ist eine erneute Kontrolle erforderlich.